Eingereichte Ideen

Kurzbeschreibung


CONFESS
soll Designschaffenden, Produktionsbetrieben und Handelsfirmen aus der Region, die sich zu einem Willen zu nachhaltigem Wirtschaften bekennen (daher der Projektname) und sich für eine ressourcenschonende Gestaltung sowie faire Produktion von Gebrauchsartikeln einsetzen, eine gemeinsame Plattform bieten.

CONFESS ProtoLab
ist ein Teilbereich von CONFESS und möchte Raum bieten für Experimente mit neuen, umweltschonenden Materialien und Veredelungstechniken sowie Upcyclingmethoden hin zu Prototyping und Fertigung von Kleinserien, welche durch die HerstellerInnen direkt verkauft werden.

MitarbeiterInnen von Gewerbe- und Industriebetrieben, die das CONFESS ProtoLab unterstützen, können sich in den gesamten Prozess einbringen und Erkenntnisse zur Entwicklung von echten Innovationen mit in ihren Betrieb nehmen.

Projektbeschrieb


Bei der Kreation von beispielsweise Kleidung, Einrichtungsgegenständen und Accessoires ist gutes bzw. angepasstes Design alleine längst kein ausreichender Faktor mehr, um neue Produkte als echte Innovationen ausweisen zu können. Die Verwendung natürlicher und recycelter Materialien und deren umweltfreundliche Verarbeitung sind zukunftsweisend und rücken auch immer stärker in den Fokus von bewusst entscheidenden KonsumentInnen. Zwei Gruppierungen herstellender Betriebe setzen sich – mehr oder weniger intensiv – mit dieser Thematik auseinander: - JungdesignerInnen und Ateliers bzw. Kleinunternehmen auf der einen, - grössere, meist alteingesessene Gewerbe- und Industriebetriebe auf der anderen Seite. Im Bestreben, Marktanteile und den Fortbestand des Betriebes durch Innovation zu sichern, sind Firmen unterschiedlicher Grösse und Etablierung vor ganz unterschiedliche Probleme gestellt. Viele liessen sich durch Eingehen einer Symbiose zwischen „Klein“ und „Gross“ lösen:

1. Alteingesessene, die keine Möglichkeit sehen, nebst Tagesgeschäften Neuheiten zu entwickeln, unterstützen „Junge“ in Prototyping und profitieren von Erkenntnissen aus diversen Prozessen. Bereits bei der Auseinandersetzung mit neuartigen Materialien und Bearbeitungstechniken während der Verarbeitung kann und soll ein Austausch stattfinden.

2. Eine Prototypenwerkstatt = „confessLab“ wird eingerichtet (z.B. im St.Galler „Sandkasten“), in welcher neuartige Materialentwicklungen  aus dem ProtoLab und aus aller Welt durch KleinunternehmerInnen zu Produkten verarbeitet werden können (z.B. Kunstleder aus Pilzen, etc.). Am gleichen Standort soll eine Stelle geschaffen werden, deren Hauptaufgaben in Koordination, Recherche, Beschaffen von Materialproben, teils Materialversand an Ateliers sowie in der Verwaltung des Materiallagers bestehen.

3. Da es jungen, kleineren Unternehmen kaum möglich ist, ihre Kreationen wirksam vor dem Kopiertwerden zu schützen, gleichen sie dies durch Sicherung eines Marktanteils gleich nach Schaffen der Innovation aus. Partner aus der Industrie schützen diesen Vorsprung durch vertraglich zugesicherten Verzicht auf Adaption der jeweils neuen Produktidee.

4. KleinunternehmerInnen erhalten im Zuge des Projekts „CONFESS“ die Möglichkeit, sich mit Gleichgesinnten und -gestellten zu einem Netzwerk zusammen zu schliessen. Ebenso unterstützt CONFESS die Planung und Umsetzung von beispielsweise Einkaufsgemeinschaften und gemeinschaftlich betriebenen Verkaufsflächen und -plattformen. Feedback von KäuferInnen ergeht direkt an die HerstellerInnen, welche die Gestaltung ihrer Produkte entsprechend flexibel anpassen können. Die Industrie bzw. Grossbetriebe profitieren durch Erkenntnisse aus diesen ohne Zwischenstufen geführten Prozessen für die Planung ihrer eigenen Produkt- und Sortimentsgestaltung sowie für die Bestimmung von Marketingstrategien.

5. Eine Partizipation aller möglichen Beteiligten an Workshops zu Themen wie Upcycling/Recycling, Labelling/Zertifikate, Nachhaltiges Supply Chain Management, Cradle To Cradle etc. ist ebenfalls denkbar.

6. Daraus könnten sich allenfalls symbiotische Partnerschaften ergeben wie z.B. Abnahme von Abfällen aus Industriebetrieben durch das ProtoLab, wo Upcycling-Materialien und -produkte entwickelt werden können.

7.Designschaffende sind meist aus wirtschaftlichen Gründen gezwungen, die Serienfertigung ins Ausland zu verlagern. Gehen sie für die Vergabe von Lohnfertigungsaufträgen im Verbund mit Gleichgesinnten Partnerschaften mit heimischen Produktionsbetrieben ein, kann dies eine Win-Win-Situation sowohl für diese Beteiligten als auch für die gesamte Wirtschaftsregion bedeuten (nebst Entlastung der Umwelt durch Wegfall langer Transportwege).

8. Die Umsetzung von CONFESS inkl. CONFESS ProtoLab ist im Raum St.Gallen unter Einbezug von AkteurInnen aus der Ostschweiz geplant und soll in erster Linie Designschaffende, Gewerbe und Industrie in der Region durch Beschäftigung mit nachhaltigen und somit zukunftsfähigen Produktlösungen stärken. Überregionale Partnerschaften mit beispielsweise MesseveranstalterInnen und nachhaltig ausgerichteten Onlinemarktplätzen bereichern das regionale Netzwerk. Umgekehrt werden Erkenntnisse und Erfahrungen aus dem Ostschweizer Pilotprojekt Jenen zur Verfügung gestellt, die allenfalls solch ein Projekt in einer anderen Region durchführen möchten.


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Ideengeber

  • Carmen Cepon

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